Die Qualität der Stadt – DQDS 2015

DQDS at bauhaus reuse, Berlin, 2015, © zukunftsgeraeusche

Das Gebaute, das Darin und das Dazwischen – Stadtentwicklung und Lebensqualität

Die Gesprächsreihe in Kooperation mit zukunftsgeraeusche befasste sich mit Fragen nach der Qualität von Metropolen am Beispiel Berlins. Was sind städtische Qualitäten, wie lassen sie sich erschaffen oder erhalten? Die Stadt ist nicht nur das Gebaute, sondern auch die Qualität ihrer Lebensräume und Angebote. Mit Experten und Publikum diskutierten wir über Kulturräume, temporäre Strukturen, Wohnformen und das Zusammenleben in der Stadt.

Neben der Qualität des Gebauten, entsteht Lebenswertes in dessen Angeboten, im Darin und Dazwischen. In der Struktur, Vielfalt, Miteinander, und durch die Inhalte, die es wiederum zu gestalten gilt. Die gute Stadt ist eine ausgewogene Kombination aus „Hard-Facts“ und „Soft-Facts“ die ihre Qualität bestimmen.

Die Veranstaltung griff die aktuelle Debatte, beherrscht von der Quantität des Wohnens, auf, die nicht nur in Berlin geführt wird. Überall geht es um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Verdrängung, Segregation, Existenzdruck. Das Problem der Stadt. Für Berlin bedeutet dies verkürzt: massiv neuer Wohnungsbau. Doch das sagt noch nicht viel darüber, ob mit dem Wohnungsbau auch qualitätsvolle Lebensräume einhergehen, die aktuelle Probleme kompensieren oder, ob diese bloß in einer größeren baulichen Masse und Einwohnerzahl mitwachsen.

In der Diskussion ging es um die Definition städtischer Qualitäten und wie sie sich erschaffen oder erhalten lassen, trotz dem alles beherrschenden ökonomischen Druck und damit verbundenen anderen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Migration, Demografie oder Umweltschutz. Thematisiert wurden qualitative Entscheidungen auf Grundlage von menschlichen Werten wie die gute Stadt als gebauter Lebensraum, der akute Probleme nicht nur kompensiert, sondern dabei allen Bewohnern auch gleichsam erwünschte Perspektiven eröffnet.

Im Dialog mit Podiumsgästen und Publikum befragten die Veranstaltungen im Herbst 2015 städtische Qualitäten in der Beziehung von gebauter Umwelt und Bewohnern mit Blick auf regionale und internationale Beispiele.

The Quality of Cities – DQDS 2015

© zukunftsgeraeusche

The built, the content and the in between – urban development and quality of life

The series of talks in cooperation with future noise dealt with questions about the quality of metropolises using the example of Berlin. What are urban qualities, how can they be created or preserved? The city is not only the built, but also the quality of their habitats and offers. With experts and audience, we discussed culture spaces, temporary structures, living arrangements and living together in the city.

The city is not just the built. The quality of life of the city arises in built habitats. In addition to the quality of the built, these are its offers, the inside and the in between, that is the structure, the diversity, the coexistence, the content that has to be designed. The good city is a well-balanced combination of “hard facts” and “soft facts” that determine its quality.

Not only in Berlin, the quantity currently dominates the current debate. The lack of affordable housing, repression, segregation, existential pressure. The problem of the city. For Berlin, this means in short: massive new housing construction. But that does not say much about whether housing is also associated with high-quality habitats that compensate for current problems or whether they are just growing into a larger building mass and population. But what are urban qualities and how can they be created or maintained despite that all dominant economic pressure and other related social challenges such as migration, demography or environmental protection?

In autumn 2015, the importance of qualitative decisions based on human values was discussed, and furthermore the good city as a built habitat that not only compensates for acute problems but also opens up desirable perspectives for all residents. In dialogue with panel guests and the public, all events were questioning urban qualities in the relationship between the built environment and residents with regard to the region and international examples.