Standards

DQDS at bauhaus reuse, Berlin, 2016, © zukunftsgeraeusche

Wohnungsbau in Zeiten großer Nachfrage und geringem Angebot war und ist immer wieder konfrontiert mit der Forderung: „Standards senken“ – kurzfristig, schnell, Wohnungsbau. Begonnen mit der “Wohnung für das Existenzminimum” über den Appell an das bedarfsgerechte Wohnen bis zur aktuellen Debatte um den Mangel an preisgünstigen Wohnungen, ist es das Ziel schneller mehr Wohnungen zu erstellen. Doch was bedeutet das heute? Lässt sich der Prozess der Planung optimieren? Lassen sich Planungszeit und Planungsaufwand verkürzen? Soll baulich vereinfacht werden – dünnere Wände, niedrigere Decken, weniger Dämmung? Ist die Lösung eine Flexibilisierung der Normen im Bau oder in der Stadtplanung? Oder geht es im Gegensatz um Luxus für alle? Die Forderung ist en vogue, doch was sind die Konsequenzen? Verschiedene Sanierungswellen und der Rückbau nach dem Wohnungsbauboom der BRD und dem Typenbau der DDR haben gezeigt, dass niedrige Standards viele der Probleme nur nach Morgen vertagt haben.

Es diskutierten:
Tim Heide (Architekt, Heide & von Beckerath)
Michael Neitzel (BMUB-Baukostensenkungskommission)
Christine Edmaier (Präsidentin der Architektenkammer Berlin)

Moderation: Robert K. Huber (zukunftsgeraeusche GbR)

Standards

© zukunftsgeraeusche

Housing construction in times of high demand and low supply was and is constantly confronted with the demand: “Lower standards” – short-term, fast, housing. Starting with the “dwelling for subsistence” on the appeal to need-based housing to the current debate about the lack of affordable apartments, the goal is to create more apartments faster. But what does that mean today? Can the process of planning be optimized? Can the planning time and planning effort be shortened? Should be structurally simplified – thinner walls, lower ceilings, less insulation? Is the solution a flexibilization of standards in construction or urban planning? Or is it about luxury for everyone? The demand is in vogue, but what are the consequences. Various renovation waves and the dismantling after the housing construction boom of the FRG and the type construction of the GDR have shown that low standards have postponed many of the problems only after tomorrow.