Modern reuse & DIY

Das Konzept bauhaus reuse steht für das Wiederverwenden und Weiterdenken aus materieller und sozio-kultureller Perspektive: eine Auseinandersetzung mit Methoden der Interpretation und des Umgangs mit der Substanz, den Leitbildern und Narrativen der Moderne. Dies schließt eine Betrachtung aus der Perspektive einer zukünftigen Kreislaufgesellschaft oder aus der technischen Perspektive alternativer Wertschöpfungsketten genauso ein, wie die Perspektive der künstlerischen, kuratorischen und pädagogischen Praxis. Für die Frage wie wir mit dem Erbe und der Zukunft der Moderne, im Materiellen wie im Ideellen, umgehen, kommt nicht zuletzt der letztgenannte Perspektive eine wesentliche Bedeutung zu. Entscheidet sich doch mit der Vermittlung, anhand von Bildung, an den Möglichkeiten zur Teilhabe sowie der Legitimation von Werten das grundlegend kulturelle Verständnis – das am schwersten zu fassen ist.

Der Workshop-Talk ist eine Beitrag aus dem Festival re:bauhaus und befasst sich mit reuse- und DIY-Konzepten im transdisziplinären Dialog, der sich für Assoziationen öffnet und kulturelle Praktiken in Frage stellt. Referenzobjekte sind unter anderem das Projekt bauhaus reuse mit dem gleichnamigen Recycling-Gebäude und die Installation bauhausTWINS, die beide aus wiederverwendeten Fassadenelementen aus dem Bauhaus Dessau bestehen. Sowie die Kunsthalle PLATO der Stadt Ostrava, Tschechien, die ihr Interims-Quartier in einem ehemaligen Bauhaus-Baumarkt aufgeschlagen hat, dem einstmals ersten seiner Art im Gebiet des vormaligen Ostblocks, die an diesem besonderen Ort auf ironische und zeitgenössische Weise mit dem modernen Erbe umgeht.

Der Workshop-Talk baut auf einem Zwiegespräch auf, zwischen den Direktoren der Kunsthalle PLATO und dem BHR OX, bauhaus reuse. Es folgt eine Diskussion im Tischgespräch mit geladenen Gästen, die zur öffentlichen Beteiligung einlädt.